Die meisten Fotointeressierten haben sicher schon mal etwas vom „GOLDENEN SCHNITT“ gehört.
 
Oft wird dann das Bild eingeteilt in 1/3 zu 2/3, horizontal wie vertikal.
Auf den so entstandenen Linien werden die bildwichtigen Inhalte gelegt – dadurch soll eine harmonische Proportionsverteilung entstehen.
 
Dieses ist eine grobe Einteilung, die dem Anfänger schon eine bildgestalterische Orientierung geben kann.
 
In Wirklichkeit ist der goldene Schnitt wesentlich differenzierter und von dem Menschen vorgefunden
und nicht er-funden worden.
 
Eine Strecke harmonisch teilen heisst:
die ganze Strecke verhält sich zum grösseren Abschnitt wie der grössere Abschnitt zum kleineren Abschnitt.
 
 
Die Strecke ab ist im goldenen Schnitt zu teilen:
1/2 ab = bc = cd
ae = ad
/ab : /ae = /ae:/eb
Das Grössenverhältnis ist ungefähr 8 : 5.
 
Die Beziehungen des goldenen Schnittes sind in der Natur, am Menschen und im Planetensystem wiederzufinden.
 
Die Strecke ae = major, eb = minor
 
 
Der Franziskanermönch Luca Pacioli, Mathematiker, Freund und Schüler von Piero della Francesca
und Freund von Leonardo hat zu Beginn des 16. Jahrhunderts ein Buch “De Divina Proportione”
herausgegeben, in dem er vor allem die erstaunlichen mathematischen Beziehungen des Goldenen
Schnittes vorgestellt hat.
 
 
 
Hier ein Beispiel aus Pacioli:
 
In einem Fünfeck (gleichseitig) kreuzen sich die Linien ab und df derart, dass sie im Goldenen Schnitt
geteilt sind.
Darüber hinaus sind die Linien bc und fc gleichlang der Linien des Fünfecks.
 
 
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